Staaken, 9. September 2026 – Mit einem bunten musikalischen Rahmenprogramm, prominenten Gästen und vor allem: mit strahlenden Kindergesichtern haben wir unsere neue Schule offiziell eröffnet. Nach zwei Jahren Bauzeit steht an der Heerstraße 580 nun ein modernes Zuhause zum Lernen – und aus einer Baustelle ist eine Schule mit Leben geworden.

Foto: © SenBJF / MIKA-fotografie Berlin
Ein besonderer Tag für Staaken
Rund 125 Kinder haben pünktlich zum Schuljahresbeginn den Unterricht in unserem neuen Gebäude aufgenommen. In den kommenden Jahren soll unsere Schule auf bis zu 430 Kinder anwachsen. Damit schaffen wir dringend benötigte Schulplätze am westlichen Stadtrand Berlins und entlasten gleich fünf benachbarte Grundschulen, die unsere Kinder im vergangenen Jahr übergangsweise aufgenommen hatten.
Zur feierlichen Eröffnung am 9. September kamen zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung: Senator Christian Gaebler, Staatssekretär Dr. Torsten Kühne, Bezirksbürgermeister Frank Bewig und Bezirksstadträtin Dr. Carola Brückner überreichten uns gemeinsam symbolisch den Schlüssel für unsere neue Schule. Untermalt wurde die Feier von einem Auftritt unserer eigenen Schülerinnen und Schüler, die mit einem Lied und viel Begeisterung zeigten, dass hier schon richtig Leben eingezogen ist.

Ein Gebäude mit Konzept
Unsere Schule wurde als sogenannte Compartmentschule errichtet: Stammgruppen-, Teilungs- und Teamräume gruppieren sich jeweils um zentrale Foren, sodass überschaubare, flexibel nutzbare Lernbereiche entstehen. Insgesamt drei solcher Compartments finden sich in den Obergeschossen. Die Fachräume sind über das Gebäude verteilt: Im Erdgeschoss liegen Mensa, Mehrzweckraum, die Lernwerkstatt Kochen, der Musikraum sowie ein Bewegungs- und Therapieraum. Im 2. Obergeschoss befinden sich Schulbibliothek (wir nehmen gerne Bücherspenden an!) und Nawi-Raum, im 3. Obergeschoss die Lernwerkstatt Kreativität mit Holzwerkstatt (mittelfristig soll hier ein Maker Space entstehen) außerdem ein Brennofen und der Kunstraum. Ergänzt wird unser Standort durch eine Dreifeldsporthalle, die künftig auch Vereinen aus dem Kiez offensteht, sowie einen Bolzplatz.
Das rund 50,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben wurde im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive realisiert und ist mit dem Nachhaltigkeitszertifikat „Silber“ ausgezeichnet – unter anderem dank einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Wer genauer hinschaut, entdeckt an unserem Standort auch ein Stück Geschichte: Bis 1989 verlief hier, direkt neben dem Fort Hahneberg, die innerdeutsche Grenze mit Kontrollstelle. Wo früher Grenzsoldaten patrouillierten, laufen heute unsere Grundschulkinder über den Pausenhof.
Aus unserer Eröffnungsrede
Die Eröffnungsrede begann mit einem Augenzwinkern: Eine Schule zu gründen sei ungefähr wie eine Mondlandung – „nur mit mehr Aktenordnern, mehr Turnbeuteln und deutlich mehr Menschen, die fragen: ‚Ist das WLAN schon da?'“
Im Anschluss ging es um die vielen Menschen, die zum Gelingen beigetragen haben: von den Architekt:innen über das Baupersonal bis hin zu den Nachbarschulen, die unsere Kinder im ersten Jahr aufgenommen hatten. Der Dank galt außerdem den Eltern, unserem gesamten Team und – ganz besonders – den Schülerinnen und Schülern selbst:
„Ohne euch wäre das hier nur ein Gebäude. Mit euch ist es eine Schule.“
Wofür unsere Schule stehen soll
In der Rede ging es auch um die Vision, die wir für unsere neue Schule mitnehmen wollen. Drei Sätze, die künftig unsere Schulentwicklung leiten sollen:
„Wir wollen eine Schule sein, in der man Fehler machen darf, weil man daraus lernt. Eine Schule, in der Unterschiede nicht trennen, sondern bereichern. Eine Schule, die nicht nur auf Prüfungen vorbereitet, sondern auf das Leben.“
Solche Ziele erreicht man nicht an einem einzigen Eröffnungstag, sondern Schritt für Schritt im ganz normalen Schulalltag – etwa, wenn eine Lehrkraft einem Kind erklärt, warum ein Fehler kein Weltuntergang ist, oder wenn sich zwei Kinder auf dem Pausenhof anfreunden, obwohl sie sich erst seit wenigen Wochen kennen.
Auch die Compartments wurden als mehr als nur ein architektonisches Detail beschrieben: Sie stecken voller pädagogischer Idee, denn sie schaffen überschaubare Gemeinschaften innerhalb der größeren Schule – Orte, an denen Kinder ankommen, sich orientieren und dazugehören können. Kommen künftig noch Kitas, Eltern, Vereine und Menschen aus dem Kiez dazu, wird aus unserer Schule mehr als nur ein Ort für Unterricht: ein Netz, das Kinder trägt.
Der Blick ging bewusst nach vorn, mit einem Schlusssatz, der auch als Leitgedanke für unsere Schulentwicklung stehen kann:
„Diese Eröffnungsfeier ist kein Schlussstrich unter einem Bauprojekt, sondern ein Startschuss für etwas, das wir jetzt gemeinsam gestalten dürfen.“
Wie soll unsere Schule heißen?
Noch trägt unsere Schule die nüchterne Bezeichnung „33. Schule (Grundschule)“ – offiziell laufen wir unter der Schulnummer 05G33. Das soll sich ändern: Eine der ersten großen Aufgaben unserer Schulgemeinschaft wird es sein, gemeinsam einen Namen zu finden, der ausdrückt, wofür wir stehen wollen. Auch das Bezirksamt betont: „Die Namensgebung ist Aufgabe und Privileg der Schulgemeinschaft.“ Wir freuen uns auf diesen Prozess – und darauf, ihn gemeinsam mit euch und Ihnen zu gestalten! Hier können Namensvorschläge eingereicht werden.
Tag der offenen Tür
Wer unsere neue Schule noch persönlich kennenlernen möchte: Am 28. September, 10:00–11:30 Uhr, laden wir zum Tag der offenen Tür ein. Alle Klassen sind geöffnet – schaut gerne in unseren Unterricht hinein und sprecht mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern!

Herzliche Grüße
Euer Schulteam